Digitale Zwillinge zur Stärkung der IT-Strategie

12/12/2017Lesezeit 2 Minuten

Zwillinge tauchen in sämtlichen Mythologien der Welt auf. Sie stehen für Gegensätze ein wie Gut und Böse, Sterblicher und Gott, Krieg und Frieden, Sonne und Mond. In den meisten Fällen verkörpern Zwillinge zwei Seiten, die einen Ausgleich schaffen sollen.

Zwillinge können auch einen Doppelgänger repräsentieren – einen Klon, der das macht, was das „Original“ nicht kann. Das ist das grundlegende Prinzip hinter der Anwendung digitaler Zwillingsmodelle in einer IT-Strategie. Durch die Einrichtung eines digitalen Zwillings, können IT-Abteilungen Probleme aufdecken bevor sie überhaupt Schäden anrichten.

Digitale Zwillinge sind im Grunde genommen digitale Modelle einer physikalischen Infrastruktur, die es ermöglichen, die Leistung Ihrer Geräte besser zu verstehen und vorauszusehen. Diese Kopplungstechnologie wurde ursprünglich von der NASA entwickelt. Man wollte ein digitales Modell, das das Verhalten von Ausrüstung im Weltall simuliert. Dank des Internet der Dinge (IoT) wird der Einsatz von digitalen Zwillingsmodellen immer beliebter – die Fertigungs- und Energiegewinnungsindustrie, die enorm vom industriellen Internet abhängt, ist ein Paradebeispiel.

So demonstrierte beispielsweise General Electric auf der Minds & Machines Konferenz 2016, wie ein digitaler Zwilling zur Wartung einer Dampfturbine genutzt werden kann. GE hat derzeit über 500.000 digitale Zwillinge im Einsatz. „Für uns ist der digitale Zwilling eine Schlüsseltechnologie zur kompletten Digitalisierung der physikalischen Welt“, sagt Dimitri Volkmann von GE Digital.

Hacker ausschalten

Die Effektivität von digitalen Zwillingen inspirierte GE, die Technologie auch in anderen Bereichen, wie der Sicherheit, einzusetzen. Die Technologie namens „Digital Ghost“ soll Cyberangriffe stoppen. Justin John, der das Regelalgorithmus-Team bei GEs Global Research Laboren leitet, beschreibt die Software als „industrielle Version des Immunsystems“. Durch die Verwendung von Sensoren und Reglern kann es Abweichungen erkennen und Bedrohungen entdecken, lokalisieren und neutralisieren – ähnlich wie der menschliche Körper mit Viren umgeht.

In vier Schritten zum Zwillingssystem

Laut der „IDC FutureScape: Worldwide Digital Transformation 2017 Predictions“ können Unternehmen, die bis 2018 in die digitale Zwillingstechnik investieren, die Zykluszeit kritischer Prozesse um 30 Prozent verbessern. Unternehmen und IT-Mitarbeiter können mittels dieser Vertreter besser verstehen, wie Menschen technisch interagieren, Produkte verbessern, Sicherheitsrisiken entdecken, Schwachstellen in physikalischen Infrastrukturen erkennen und Innovationen fördern. Wenn beispielsweise ein Bürodrucker auszufallen droht, können IT-Mitarbeiter durch digitale Zwillinge diesen aufdecken und Reparaturen vorhersehen. Auch wenn bei einer Flotte von Netzwerkdruckern ein Sicherheitsrisiko übersehen wurde, lokalisieren dies digitale Zwillinge umgehend.

In einem Artikel von Forbes zeigte SAPs Senior Vice President der Abteilung IoT, Thomas Kaiser, vier Schritte auf, wie man digitale Zwillingsmodelle erfolgreich anwendet:

  1. Integration intelligenter Komponenten in neue oder bestehende Produkte.
  2. Verbindung von Produkten oder Diensten mit einem zentralen, Cloud-basierten Standort mit Streaming-Funktion.
  3. Stetige Datenanalyse zur Identifizierung von optimierbaren Bereichen, neuer Produkte und Geschäftsmodelle.
  4. Verwendung digitaler Informationen zur Entwicklung neuer Dienste, die das Unternehmen umstrukturieren.

Genau wie bei den Zwillingen der Mythologie kann die Anwendung digitaler Zwillingsmodelle jede IT-Abteilung zu Göttlichem befähigen – zumindest jedoch dazu, weniger menschliche Fehler zu machen. Erfahren Sie auch wie Ihre Digital-Strategie ein Teil Ihrer Unternehmenskultur werden kann.

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