Digitalisierung durch Reifung

21/12/2017Lesezeit 3 Minuten

Verfolgt Ihr Unternehmen eine digitale Verwandlung? Träumt es von der Einführung der neuesten Gadgets? Offen gestanden, versperrt der Hype um die „digitale Verwandlung“ vielleicht den Weg zum Fortschritt. Das Konzept der „digitalen Reife“ ist ein sinnvolleres Ziel.

Digitale Verwandlung versus digitale Reife

Seien wir ehrlich: „Digitale Verwandlung“ ist ein hochtrabender Begriff. Auch wenn damit ein Unternehmen beschrieben werden soll, das sich erfolgreich anpasst und lukrative Chancen sinnvoll nutzt – der Begriff „Verwandlung“ suggeriert, dass neue Technologien die Digitalisierung im Handumdrehen herbeizaubern. Das ist natürlich nicht der Fall. Technische Fachkräfte wissen, dass es auch Veränderungen in der Unternehmenskultur bedarf. Deshalb ist es sinnvoll, diese Bemühungen eher als Reifeprozess zu verstehen, der Zeit braucht und breiter angelegt ist als die bloße Einführung neuer Technologien. „Digitale Reife ist der Prozess, in dem Ihr Unternehmen lernt, angemessen auf das entstehende digitale Wettbewerbsumfeld zu reagieren“, schreibt das MIT Sloan Management Review. Diese Sichtweise geht davon aus, dass das Unternehmen sich ständig weiterentwickelt – ähnlich der verschiedenen Phasen im menschlichen Leben.

Den Lebenszyklus der digitalen Reife verstehen

Natürlich gibt es am Markt bereits andere Rahmenwerke zur Digitalisierung. Das Konzept der digitalen Reife hat einen schrittweisen und ganzheitlichen Ansatz. So wie ein Kind langsam zum Jugendlichen heranwächst, lange bevor es erwachsen ist, geht es auch einem Unternehmen. Man kann gar keine Reifephase überspringen, wenn es um menschliche Entwicklung geht und Sie müssen zu Beginn des Prozesses nicht einmal wissen, in welche Richtung Sie als Unternehmen reifen wollen. Ihr Unternehmen wird lernen zu reagieren und dabei reifen. Führungskräfte werden gefragt sein, digitale Trends im Auge zu behalten, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Außerdem ist es erforderlich, dass Ihr Unternehmen auch überlegt, wie Ihre Kunden, Partner, Mitarbeiter und Mitbewerber digitale Technologien verwenden, damit Sie sich an diese Veränderungen ebenso anpassen können.

Entwicklung in Richtung Reife

Welche Merkmale begegnen einer Organisation auf ihrem Weg zur digitalen Reife? Zuerst ist eine digitale Strategie notwendig, zu der Geschäftsprozesse, Mitarbeiterengagement und Geschäftsmodelle gehören. Sie sollte breit und ambitioniert angelegt sein und darauf abzielen, das Unternehmen als Ganzes umzustrukturieren, anstatt sich durch Scheuklappen auf ein bestimmtes Element zu konzentrieren. Diese digitale Strategie muss auch von der Führungsspitze verstanden werden und nicht nur von einer technischen Fachkraft. Je besser sie artikulierbar ist, desto mehr kann ihr Wert für das Unternehmen kommuniziert werden.

Dies alles erfordert eine institutionelle Bereitschaft zur Veränderung, was wiederum eine Risikobereitschaft verlangt und leichter gesagt ist als getan. Ein altes Sprichwort besagt: „Kultur isst Strategie zum Frühstück“. Unternehmen, die eine Umstrukturierung planen, fühlen sich blockiert, wenn sie sich weigern, ihre bisherige Kultur zu Gunsten einer innovativeren, risikotoleranteren einzutauschen. Um diese gängige Blockade zu umgehen, müssen Führungskräfte Fehler als etwas völlig Normales und Gesundes auf dem Weg zum Erfolg annehmen. Außerdem ist es notwendig, ihre Mitarbeiter beim Versuch und Versagen, risikofreudiger zu werden, fortwährend zu unterstützen. Dies ist ein wichtiger Teil beim unternehmensweiten Lernen und Anpassen auf allen Ebenen.

Geben Sie den Impuls zur Transformation

Motivation und Zuspruch geben den notwendigen Impuls für eine stetige Entwicklung. Unternehmen sollten die Idee der digitalen Verwandlung offiziell absegnen, indem sie über interessante Erfahrungen reden, in denen sie erfolgreich waren. Ein Unternehmen, das beispielsweise Managed Print Services nutzt, um seine Geschäftsabläufe zu verändern und Sicherheit zu erhöhen, könnte eine Geschichte in Umlauf bringen, wie es zu diesem Erfolg kam und wie er die Firma unterstützt hat, sich an das neue Umfeld anzupassen.

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