Entdecken Sie die neuesten Phygital-Trends

03/05/2018Lesezeit 3 Minuten

Haben Sie je den Begriff „phygital“ gehört? Eines dieser Modewörter, das in der IT weltweit die Runde macht. Doch was bedeutet es für Ihr Unternehmen? Lassen Sie uns den Begriff zunächst definieren. Und nein, es geht hier nicht um den Zappelphilipp. Phygital zu sein bedeutet lediglich, die physische und die digitale Welt zu vereinen. Neuerdings steht der Begriff für den Übergang des Digitalen ins Physische. Klar wie dicke Tinte, nicht wahr? In der Praxis ergibt es mehr Sinn.

Behalten Sie phygitale Trends im Blick

Schon seit geraumer Zeit können wir Notizen digital erfassen – und das aus gutem Grund. Endlos erweiterbare Notizbücher, nie versiegende Tinte und zuverlässige Backups haben Dienste wie Evernote unentbehrlich gemacht. Dennoch haben physische Notizbücher auch weiterhin ihren ganz besonderen Charme. Die Vereinigung dieser beiden in der Partnerschaft zwischen Evernote und Moleskine ist ein hervorragendes Beispiel für phygitale Trends. Nutzer, die ihren physischen Stift und Papier nicht aufgeben möchten, können dennoch die Vorteile des digitalen Gegenstücks nutzen: Schreiben Sie eine Notiz in Ihr Heft, scannen Sie die Seite mit der Evernote-App, et voilà! Sie nutzen das Beste aus beiden Welten.

Doch das Phygitale ist keine Einbahnstraße. Ursprünglich handelte es sich bloß um den Trend, Erlebnisse aus dem richtigen Leben zu digitalisieren. Inzwischen liegt der Fokus darauf, digitale Prozesse in die physische Welt zu übernehmen. Menschen, die stärker mit industrieller Entwicklung befasst sind, haben diesen Trend wahrscheinlich bereits in Form des 3D-Drucks erlebt. Haben Sie sich je eine physische Repräsentation eines digitalen Prototyps gewünscht? 3D-Druck liefert die phygitale Lösung. Vom taktilen Buch des MIT und dynamischen Displays über Instagram im wahren Leben hin zum Poster mit Wiedergabefunktion von Beck ist dieses Phänomen ebenso verbreitet wie kreativ.

Brechen Sie aus Ihrer unternehmerischen Perspektive aus

Um das volle Potenzial phygitaler Konzepte und Trends auszuschöpfen, kommt es auf die Perspektive an. In der IT-Welt ist es ganz natürlich, sich verstärkt auf das Digitale zu konzentrieren. Denn das ist es, was unser ganzes Wesen ausmacht. Allerdings führt es allzu leicht zu einem Tunnelblick bei der Bewältigung von Herausforderungen. Dies gilt besonders, da Aspekte Ihrer Arbeit, die traditionell physisch sind, wie etwa Server oder die Netzwerkinfrastruktur, zunehmend in die digitale Cloud ausgelagert werden.

Allerdings sollten Sie bei der Bewältigung neuer Herausforderungen durchaus keine Strategie außer Acht lassen, die nicht auf Silikonchips basiert. Stellen Sie sich den Unmut von Prinzessin Leia vor, würde sie versuchen, ihren Sohn Ben per E-Mail zu erreichen. Würde man Obi-Wan aus der digitalen Welt von Tatooine herausschneiden, wäre ihr Aufenthalt auf dem Todesstern sicherlich wesentlich unangenehmer verlaufen.

Ihre eigenen Entwicklungen sind ähnlichen Risiken unterworfen, wenn Sie sich nicht die Zeit nehmen, die komplexen Rollen physischer und digitaler Prozesse in Ihrem Umfeld zu verstehen. Sie möchten Kosten durch ein papierloses Büro einsparen? Tatsächlich sind einige Geschäftsprozesse bei einem papierbasierten Arbeitsablauf wesentlich kosteneffektiver, insbesondere vor dem Hintergrund der heutigen Drucktechnologien. Für Bürosicherheit gilt im Grunde das Gleiche. Der Schutz digitaler Güter wird gewissermaßen auf ein Piedestal gestellt, physische Güter jedoch werden kaum beachtet. Wie schützen Sie die Ausdrucke Ihrer Mitarbeiter? Geeignete papierbasierte Arbeitsabläufe wie Pull Printing können einen entscheidenden Vorteil für die Dokumentsicherheit bedeuten.

Das Jahr schreitet voran, und mit ihm die Entwicklung phygitaler Trends. Für einen anhaltenden Erfolg wird es erforderlich sein, eine inklusive Perspektive einzunehmen. Schließlich müssen Sie in einer Welt, die nun ohne Obi-Wan, Han und Luke auskommen muss, auf sich selbst aufpassen.

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